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Dein Umfeld entscheidet, ob du erfolgreich gründest?

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Unternehmer-Identität: Warum dein Umfeld entscheidet, ob du erfolgreich gründest

Kategorie: Unternehmertum & Mindset | Autor: Daniel Schäfer | Lesezeit: 7 Min.


Wenn du dich selbstständig machen willst, kommst du an einer Frage nicht vorbei: Bin ich als Person überhaupt geeignet, Unternehmer zu werden? Nach über 25 Jahren, mehr als 40 eigenen Gründungen und der Begleitung von fast 4.000 Unternehmern weiß ich: Die Antwort hängt weniger von deinen Fähigkeiten ab – als von deiner Identität und den Glaubenssätzen, die dich bis heute geprägt haben.


Inhalt

  1. Woher kommt deine Identität?
  2. Die Backform-Theorie: Wie dein Umfeld dich formt
  3. Drei Kontexte – drei völlig verschiedene Lebenswege
  4. Deine Identität ist nicht in Stein gemeißelt
  5. Warum du deinen Kreis wechseln musst
  6. Der erste Schritt: Größer denken lernen
  7. Fazit und nächste Schritte

Woher kommt deine Identität?

Wissenschaftler sind sich heute einig: Deine Identität ist ein Mix aus zwei Quellen. Erstens das, was dir genetisch von deiner Herkunftsfamilie mitgegeben wurde. Zweitens – und das ist der entscheidende Teil – die prägenden Einflüsse deines Umfelds: Familie, Freunde, Schule, Kultur, Vereine und alle Menschen, die aktiv in dein Leben hineingespielt haben.

Diese beiden Faktoren zusammen formen deine Persönlichkeit, deine Glaubenssätze und damit auch deine Vorstellung davon, was für dich möglich ist – und was nicht.

Der entscheidende Gedanke: Deine heutige Realität ist das Produkt deiner Vergangenheitsprägung. Wer das versteht, erkennt auch: Die Zukunft ist gestaltbar.


Die Backform-Theorie: Wie dein Umfeld dich formt

Stell dir deine Identität wie einen Hefeteig vor – und dein Umfeld wie eine Backform. Der Teig wächst genau so, wie es die Form erlaubt. Nicht größer, nicht anders. Genau so bist du bis heute in die Backform hineingewachsen, die dein Herkunftssystem für dich bereitgestellt hat.

In der Psychologie nennt man diesen Rahmen den Referenzrahmen – deine persönliche Landkarte der Welt. Das Problem: Deine Landkarte ist nicht die Welt. Sie ist nur das, was du bisher gesehen und gelernt hast.

Wer in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem Selbstständigkeit als gefährlich gilt, Erfolg als unwahrscheinlich und Sicherheit als höchstes Gut, der trägt genau diese Backform in sich – oft ohne es zu wissen.


Drei Kontexte – drei völlig verschiedene Lebenswege

In meiner eigenen Biografie hatte ich alle drei Formen von prägenden Kontexten gleichzeitig:

Kontext 1 – Die Warnung: Meine Großeltern sagten: „Mach dich niemals selbstständig. Das ist gefährlich. Bleib lieber Beamter – da hast du eine sichere Rente.“ Eine Backform, die Sicherheit über alles stellt und Risiko als Bedrohung begreift.

Kontext 2 – Der Karrierepfad: Viele Führungskräfte aus meiner Studentenverbindung sagten: „Werde Vorstand oder Manager – dann kannst du viel Geld verdienen.“ Die Realität: Viele von ihnen sind kurz nach der Rente verstorben, weil ein Leben voller Stress sie aufgerieben hat.

Kontext 3 – Das Vorbild: Meine Eltern haben mir vorgelebt, dass Selbstständigkeit Freiheit und Potenzial bedeutet – aber auch einen Preis hat. Diese Backform hat mir erlaubt, größer zu denken.

Welcher dieser drei Kontexte hat dich geprägt?


Deine Identität ist nicht in Stein gemeißelt

Hier ist die entscheidende Botschaft dieses Beitrags: Deine Identität ist veränderbar. Sie ist frei wählbar und gestaltbar – wenn du bereit bist, deine bisherigen Glaubenssätze zu hinterfragen.

Glaubenssätze funktionieren wie Viren. Du fängst sie dir von deinem Umfeld ein – oft unbewusst, oft ungewollt. Und genauso wie du dir einen Virus einfangen kannst, kannst du ihn auch durch etwas Stärkeres ersetzen.

Denk daran: Vor 30 Jahren war es für die meisten Menschen unvorstellbar, mit einem kabellosen Telefon zu telefonieren. Vor 20 Jahren konnte kaum jemand glauben, dass KI eines Tages Bilder und Videos generiert. Heute ist das alles normal. Deine heutigen Grenzen im Denken sind genauso relativ – und genauso überwindbar.

Wichtig: Dein heutiges Umfeld prägt dich für die nächsten 5 bis 10 Jahre. Wer du in zehn Jahren bist, entscheidet sich zu einem großen Teil dadurch, mit wem du heute Zeit verbringst.


Warum du deinen Kreis wechseln musst

Wenn du größer denken willst, brauchst du Menschen, die bereits größer denken. Das ist keine Theorie – das ist Psychologie.

Menschen, die freier denken, einen größeren Referenzrahmen haben und bereit sind, ihre eigenen Grenzen infrage zu stellen, übertragen diese Denkweise auf ihr Umfeld. Genauso wie kleingeistiges Denken ansteckend ist, ist auch Wachstumsdenken ansteckend.

Das ist der Grund, warum so viele erfolgreiche Unternehmer ihren Kontext komplett wechseln – in eine Großstadt ziehen, ins Silicon Valley gehen, neue Netzwerke aufbauen. Nicht weil ihr Heimatort schlecht war, sondern weil sie die Menschen brauchten, die größer leben, größer denken und größere Ergebnisse erzielen.

Deine Aufgabe ist nicht, deine Herkunft zu verleugnen. Es geht darum, das wertzuschätzen, was dein Herkunftssystem dir gegeben hat – und gleichzeitig zu entscheiden, dass du für dich selbst eine neue Welt entdecken willst.


Der erste Schritt: Größer denken lernen

Was bedeutet das konkret für dich als angehender Unternehmer?

Hinterfrage deine Glaubenssätze. Welche Überzeugungen über Geld, Risiko, Erfolg und Selbstständigkeit hast du aus deinem Umfeld übernommen – ohne sie je bewusst gewählt zu haben?

Such dir neue Vorbilder. Menschen, die bereits das leben, was du dir vorstellst. Nicht um sie zu kopieren, sondern um deinen Referenzrahmen zu erweitern.

Wechsle deinen Kreis. Suche dir Gruppen, Verbände und Netzwerke, in denen Menschen größer denken, größer handeln und bereit sind, Konventionen infrage zu stellen.

Handle trotz Unsicherheit. Größeres Denken bedeutet nicht, alle Antworten zu haben. Es bedeutet, dem Glauben an das Mögliche mehr Raum zu geben als der Angst vor dem Scheitern.

Merke: Die Veränderung, die du im Außen haben willst, beginnt zuerst in deiner inneren Welt. Innen vor außen – das ist das Prinzip.


Fazit: Deine Identität ist dein wichtigstes Kapital

Kein Businessplan der Welt hilft dir, wenn du innerlich nicht glaubst, dass du es schaffen kannst. Und kein fehlender Abschluss, keine schwierige Herkunft und kein kleines Umfeld kann dich dauerhaft aufhalten, wenn du bereit bist, deinen Referenzrahmen zu erweitern.

Identität ist kein Schicksal. Sie ist eine Entscheidung – die du jeden Tag neu treffen kannst.

Wenn du dabei Unterstützung brauchst – sowohl beim Aufbau deiner Unternehmeridentität als auch bei der konkreten Umsetzung deiner Geschäftsidee mit einem bankfähigen Businessplan und der richtigen Finanzierung – dann ist ein kostenloses Erstgespräch der richtige erste Schritt.

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