Erfahrungen & Bewertungen zu X-GROUP Institut für Gründung, Finanzierung & Geschäftsentwicklung

Förderung unternehmerischen Know-Hows für kleine und mittelständische Unternehmen

am 9. April 2017

Bei dem neuen Förderprogramm „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ handelt es sich um eine Kombination der Programme „Runder Tisch“, „Turn-Around-Beratung“, „Förderung unternehmerischen Know-Hows durch Unternehmensberatung“ und dem Programm der KfW Bank „Gründercoaching Deutschland“.

Das Förderprogramm fällt in die Zuständigkeit des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und verfolgt das Ziel, Unternehmen durch Beratung in verschiedenen Feldern (z.B. Betriebswirtschaft, Sicherung und andere Spezialthemen) zu unterstützen. Gefördert wird das Programm dabei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Europäischen Sozialfonds.

Dabei decken die Zuschüsse für Beratung nicht nur die allgemeine Beratung zu diversen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen oder organisatorischen Fragen der Unternehmensführung, sondern auch speziellere Fragestellungen zur Reduzierung struktureller Ungleichheiten. Weiterhin bietet das Programm Beratung bezüglich Unternehmenssicherung, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen.

Das X-GROUP Institut für Gründung, Finanzierung und Geschäftsentwicklung bietet Ihnen als eine zuverlässige Unternehmensberatung in Berlin auch Beratungsleistungen im Rahmen dieses Förderprogramms an.

Wer kann die Förderung beantragen?

Die Förderung richtet sich in erster Linie an bereits gegründete Unternehmen, was die Bezuschussung einer Vorgründungsberatung bzw. Gründungsberatung gänzlich ausschließt. Für die Phase der Vorgründungsberatung aber bieten die Bundesländer kostenfreie Gründungsberatung an, bzw. bezuschussen diese.

Ihr Unternehmen ist förderberechtigt, wenn es in eine der folgenden Kategorien fällt:

  • Jungunternehmen (nicht älter als 2 Jahre)
  • Bestandsunternehmen (ab Jahr 3 der Gründung)
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten (unabhängig vom Alter).

Grundvoraussetzung ist dabei, dass sich Ihr Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland befindet und der EU-Definition nach als kleines oder mittelständisches Unternehmen einzustufen ist. Für die Berechnung des Alters Ihres Unternehmens ist das Gründungsdatum relevant. Arbeiten Sie freiberuflich, so ist die Anmeldung beim Finanzamt ausschlaggebend. Sind Sie aber gewerblich tätig, so zählt der Tag, an dem Sie Ihr Gewerbe angemeldet haben bzw. das Datum auf dem Handelsregisterauszug als Gründungsdatum. Befindet sich Ihr Unternehmen in Schwierigkeiten, so muss es alle Voraussetzungen im Sinne von Nr. 20 a) oder b) der jeweils gültigen Fassung des EU-Beihilfsrechts (2014/249/01) erfüllen.

Haben Sie bereits vorab am Programm „Gründercoaching Deutschland“ der KfW-Bank teilgenommen, so können Sie dennoch Zuschüsse für Beratung beantragen.

Wer hat keinen Anspruch auf Förderung?

Unabhängig vom Beratungsbedarf ist Ihr Unternehmen nicht antragsberechtigt, wenn es beratend oder schulend tätig ist (z.B. Wirtschaftsberatung, Buchprüfung, Rechtsanwälte, Insolvenzverwalter oder Ähnliches). Weiterhin setzt Ihre Antragstellung voraus, dass aktuell gegen Ihr Unternehmen kein Insolvenzverfahren läuft. Auch Unternehmen in einem Beteiligungsverhältnis zu religiösen Gemeinschaften, juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie gemeinnützige Vereine, Stiftungen und Unternehmen sind von der Förderung ausgeschlossen. Schließlich können auch Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung, Fischerei und Aquakultur nicht gefördert werden.

Welche Beratungen beinhaltet der Förderumfang für Bestands- und Jungunternehmen?

Handelt es sich bei Ihrem Unternehmen um ein Bestands- oder Jungunternehmen so können verschiedene Beratungsschwerpunkte gefördert werden. Dabei wird zwischen allgemeiner und spezieller Beratung unterschieden.

Der allgemeine Teil umfasst sämtliche Beratung zu wirtschaftlichen, personellen, finanziellen und organisatorischen Themen der Unternehmensführung. Die speziellen Beratungsschwerpunkte hingegen adressieren strukturelle Ungleichheiten und richten sich an Unternehmen, die beispielsweise von

  • Frauen
  • Migrantinnen oder Migranten
  • Unternehmern/innen mit Behinderung

geführt werden oder zu

  • einer besseren betrieblichen Integration von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • der Arbeitsgestaltung für Mitarbeiter mit Behinderung
  • der Fachkräftesicherung und -gewinnung
  • einer Gleichstellung und der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • einer alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz

beitragen.

Welche Beratungen beinhaltet der Förderumfang für Unternehmen in Schwierigkeiten?

Befindet sich Ihr Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, so können Sie eine Förderung für die Beratung bezüglich Unternehmenssicherung und Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Um die Maßnahmen einer Unternehmenssicherung zu vertiefen können Sie zudem eine Folgeberatung zu allen oben genannten allgemeinen Themen (wirtschaftlich, finanziell, personell, organisatorisch) fördern lassen. In Schwierigkeiten ist ein Unternehmen dann, wenn durch Verluste mehr als 50 % des Stammkapitals oder Betriebsvermögens aufgebraucht wurde respektive die Prognose es erwarten lässt.

Gibt es eine zeitliche Begrenzung bei der Förderung?

Der maximale Förderzeitraum beträgt 6 Monate. Junge Unternehmen und diese, die sich in Schwierigkeiten befinden, können die Beratungsmaßnahmen über den gesamten Förderzeitraum durchführen und abrechnen. Bestandsunternehmen hingegen dürfen höchstens fünf Tage pro Beratungsschwerpunkt in Anspruch nehmen. Dabei müssen aber die Beratungstage nicht aufeinanderfolgen. Weiterhin können Reisezeiten und Berichterstellung außerhalb dieses zeitlichen Rahmens liegen.

Nach dem Ablauf der 6 Monate und Abrechnung, kann mindestens ein zweites Mal dieses Förderprogramm beantragt werden.

Was müssen Sie über die Antragstellung wissen?

Ist Ihr Unternehmen für eine Antragstellung berechtigt, so sollten Sie folgende Hinweise bezüglich des korrekten Ablaufes beachten:

  • Für junge Unternehmen und solchen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten geht der Antragstellung zwingend ein kostenfreies Informationsgespräch mit einem Ansprechpartner aus der Region über die Förderungsgrundlagen voraus. Für Bestandsunternehmen hingegen ist dieses Gespräch optional. Der Ansprechpartner muss auf der offiziellen Liste aller Regionalpartner der zuständigen Leitstelle aufgeführt sein (z.B. BDS Berlin).
  • Es dürfen höchstens drei Monate zwischen Informationsgespräch und Antragstellung liegen.
  • Die Anträge für die Beratungsförderung können Sie online auf der Antragsplattform des BAFA stellen. Im Laufe des Förderverfahrens müssen Sie als Antragsteller (bzw. Zuwendungsempfänger) die Zahlung Ihres Eigenanteils (Differenz zwischen Beratungskosten und erwartetem Förderzuschuss) nachweisen.
  • Die zuständige Leitstelle ist für die Prüfung der Fördervoraussetzungen zuständig und informiert Sie im Anschluss über das Ergebnis, die Förderungsbedingungen sowie die Fristen für die Einreichung der Verwendungsnachweise.
  • Erst nach dieser vorerst noch unverbindlichen Zusage zur Beratungsförderung können Sie mit der Beratung selbst beginnen, andernfalls kann die Bezuschussung nicht gewährt werden. Dies schließt eine rückwirkende Förderung aus. Ein Vertragsabschluss über die notwendigen Beratungsmaßnahmen gilt als der offizielle Beginn der Beratung.

Der Bund der Selbstständigen BDS Berlin setzt sich für die Interessen selbstständiger Unternehmer ein. Auf der Internetseite des BDS Berlin können Sie die „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ direkt beantragen. Für die Unternehmensberatung in Berlin bieten wir Ihnen gerne ein kostenloses Erstgespräch im Rahmen der förderungsfähigen Leistungen an.

Wie geht es für Sie nach der Antragstellung weiter?

Maximal sechs Monate nach Eintreffen des Informationsschreibens müssen Sie (meistens mit Unterstützung des Beraters) bei der zuständigen Leitstelle diverse Nachweise elektronisch hochladen. Dazu zählen:

  • ausgefülltes und eigenhändig unterschriebenes Formular zum Verwendungsnachweis
  • ausgefülltes und unterzeichnetes Formular zur EU-KMU- und De-minimis-Erklärung
  • Bestätigungsschreiben durch den regionalen Ansprechpartner über das Erfolgen des Informationsgesprächs
  • Beratungsbericht und Rechnung des Beratungsunternehmens
  • Kontoauszug über Zahlung des Beratungshonorars und des Eigenanteils

Sie können sich auf der Onlineplattform mit Ihrer Postleitzahl und Ihrer Vorgangsnummer (befindet sich rechts oben auf dem Schreiben) anmelden. Nachdem Sie alle notwendigen Felder und Erklärungen ausgefüllt und die entsprechenden Nachweise hochgeladen haben, können Sie Ihre Angaben noch einmal prüfen und anschließend abschicken. Sie erhalten danach eine automatisierte Email mit dem Link zu Ihrem perönlichen Verwendungsnachweisformular. Dieses müssen Sie ausdrucken, auf Vollständigkeit prüfen, unterschreiben und über den Upload-Bereich hochladen. Diese Unterschrift erst macht die Einreichung der Verwendungsnachweise frist- und formgerecht.

Wie werden die Fördermittel ausgezahlt?

Die von Ihnen vorgelegten Unterlagen werden von der Leitstelle auf Übereinstimmung mit den Richtlinien geprüft und zur Entscheidung weitergeleitet. Nachdem das BAFA Ihre Antragsunterlagen und Verwendungsnachweise geprüft hat, erfolgt die Bewilligung und anschließende Auszahlung des Zuschusses. Hierfür ist entscheidend, dass alle Unterlagen rechtzeitig und vollständig bei der Leitstelle eingegangen sind und die Fördervoraussetzungen erfüllen. Förderberechtigte Unternehmen können pro Beratungsschwerpunkt so oft Förderungsanträge stellen, bis der maximale Betrag der förderfähigen Beratungskosten ausgeschöpft ist. Die Förderung selbst erfolgt über nicht rückzahlbare Zuschüsse für Coaching und Beratung. Dabei sollten Sie beachten, dass die Fördermaßnahme als Einzelberatung durchgeführt wird. Das schließt Seminare und Workshops aus. Der Standort des Unternehmens und die maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) bestimmen hierbei die tatsächliche Höhe der Fördermittel.

Höhe der Zuwendungen

Für Jungunternehmen beträgt der maximale Zuschuss 3.200 Euro und für Bestandsunternehmen 2.400 Euro. Der konkrete Fördersatz richtet sich dabei nach dem Standort des Unternehmens. Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten unabhängig vom Standort 2.700 Euro.

Ihr nächster Schritt

Sie interessieren sich für das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows"? Nehmen Sie am besten jetzt mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie unverbindlich über die ersten Schritte zur Beantragung und begleiten Sie auch danach auf Wunsch gerne in der Beratung.

Kontaktieren Sie uns noch heute unter:
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